Gemeinnützigkeit

Schweizer Stiftung

Spielzeit auf einen Blick – Ein Projekt der Stiftung MLFI

Trägerschaft der Spielzeit

Die Spielzeit ist das Hauptprojekt der gemeinnützigen und steuerbefreiten Schweizer Stiftung «The M.-L. von Franz Institute for Studies in Synchronicity» (MLFI) in Zürich. Die Stiftung MLFI steht unter der Aufsicht der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht ESA und ermöglicht Spielzeit schlanke administrative Strukturen. Die Spielzeit arbeitet fachlich und methodisch eigenständig.

Für wen ist Spielzeit da?

Für Kinder und Jugendliche mit Krankheit, Trauma, Behinderung oder Neurodiversität, ihre Familien sowie begleitende Fachpersonen.

Was bietet Spielzeit an?

Spezialisierte psychologische Unterstützung: Diagnostik, Psychotherapie, Beratung, Supervision und Weiterbildung.

Wofür werden Spenden benötigt?

Für Therapiematerial und notwendige psychologische und psychotherapeutische Leistungen von Spielzeit, die durch die öffentliche Hand oder staatliche Sozialversicherungen nicht, noch nicht oder nicht ausreichend finanziert sind.

Wem kommen Spenden zugute?

Rechtliche Trägerin und Spendenempfängerin ist die Stiftung MLFI. Spenden kommen ausschliesslich der Spielzeit zugute.

Rechtliche Informationen zur Stiftung MLFI

Handelsregister-Auszug I Zefix–Eintrag

Spenden

Ihre Spende für die Spielzeit

Ihre Spende kommt ausschliesslich der Spielzeit zugute.

Warum benötigt Spielzeit spenden?

Keine Familie sollte mangels Kostendeckung allein dastehen. In Notsituationen muss Hilfe sofort möglich sein, ohne auf Zusicherungen zu warten.

Seit 1984 setzen wir uns dafür ein, dass Kinder und Jugendliche mit Krankheit, Trauma, Behinderung oder Neurodiversität massgeschneiderte, nachhaltige psychologische Unterstützung erhalten.

Spielzeit verbindet spezialisierte psychologische Unterstützung für Kinder und Jugendliche mit Beratung ihrer Familien sowie Supervision und Weiterbildung für Fachpersonen. So wirkt unsere Arbeit bei jungen Menschen, ihren Familien und Fachpersonen.

Was Spenden konkret ermöglichen

Als Non-Profit-Organisation sind wir auf Spenden angewiesen. Mit Ihrer Unterstützung ermöglichen Sie bei fehlender oder unzureichender Kostendeckung:

  • Therapien für traumatisierte Kinder und Jugendliche mit Trauma, Behinderung oder Neurodiversität
  • Beratungen für Familien mit Beeinträchtigung in Notlagen
  • Supervision für Fachpersonen in der Begleitung von Menschen mit herausforderndem Verhalten

Spenden finanzieren gezielt Leistungen, die durch bestehende Kostenträger nicht, noch nicht oder nur teilweise übernommen werden. Dazu gehören insbesondere Überbrückungen vor einer Kostengutsprache, Vernetzungsgespräche, ergänzende Fachberatung, Kriseninterventionen, Supervision und spezialisiertes Therapiematerial.

Eine Unterstützung durch Spielzeit erfolgt nach sorgfältiger Abklärung des Bedarfs und subsidiär zu bestehenden Finanzierungsmöglichkeiten.

«Mit Ihrer Spende entsteht bei schwer belasteten Kindern Raum für Heilung und neuen Lebensmut.»

Lara Gmür, Ressortleitung Fundraising

Transparenz, Abzugsfähigkeit und Controlling

Zuwendungen können Sie von der Steuer abziehen. Zweckgebundene Projektspenden werden getrennt erfasst und entsprechend der vereinbarten Förderzusage verwendet. Förderpartner erhalten auf Wunsch eine projektbezogene Bestätigung über den Einsatz der Mittel und die erreichten Leistungen. Das Controlling über die Verwendung der Spenden wird durch die Revisionsstelle Lienhard Audit AG in Zürich und die Eidgenössische Stiftungsaufsicht gewährleistet.

Kinder und Jugendliche, die sich in der Spielzeit gut aufgehoben fühlen.

Die passende Spende

Jeder Beitrag hilft – zum Beispiel in Notfällen, wenn noch keine Anordnung für eine Psychotherapie vorliegt oder zur Anschaffung von speziellem Therapiematerial.

Projektspende

Dank unseres Therapie- und Beratungsprojektes «FörderUns» konnten bereits unzählige Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen aus ihrer Krise begleitet werden.

Testamentarische Zuwendung

Möchten Sie das Geschenk eines erfüllten Lebens benachteiligten Kindern weitergeben? Dann könnte eine Testamentsspende das Richtige für Sie sein.

Kontakt Spenden und Fundraising

Gerne stellen wir Ihnen auf Anfrage unsere Unterlagen zu. Zudem steht Ihnen Lara Gmür auch persönlich für weitere Auskünfte zur Verfügung und freut sich, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen:

Lara Gmür, Psychologin FSP, Ressortleitung Fundraising
Telefon +41 43 810 08 10, lara.gmuer-mindell@spielzeit.ch

Ein Fallbeispiel

Sandra hat unsagbar Schweres erlebt

Sandra (Name geändert) hat eine mittelschwere geistige Behinderung und eine leichte Adipositas. Sie wächst in einer Pflegefamilie auf, nachdem sie im Alter von 9 Jahren aus ihrer Herkunftsfamilie herausgelöst wurde. Was genau passiert ist, steht nur in den Akten – und selbst dort steht nicht alles. Sandra ist ein lebhaftes, lautes Kind. Sie liebt es, sich zu verkleiden, erfindet Spiele, und wenn sie lacht, lacht der ganze Raum mit.

Dann kommt die Wut – und niemand weiss, woher sie stammt

Mit 11 Jahren verändert sich Sandra. Zuerst langsam – dann mit voller Wucht. Sie schlägt. Beisst sich. Schreit ohne erkennbaren Anlass. Zieht sich unvermittelt zurück und starrt ins Leere. Sie spricht vor allem mit sich selbst und reagiert kaum mehr auf Ansprachen. Die Pflegefamilie ist verzweifelt. Die Schule spricht von «herausforderndem Verhalten». Das KJPP wurde konsultiert und fand keine Antwort.

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Was nicht sichtbar war: Sandras Körper erinnert sich an etwas, das sie nicht in Worte fassen kann. Es sind deutliche Trauma-Indizien, welche auf Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein hindeuten. Es sind nicht wie vermutet Charakteristika ihrer geistigen Behinderung. Die Aggressionen sind kein Fehlverhalten – sie sind der einzige Kanal, über den etwas nach aussen drängt, welches keine Worte findet. Das verletzte Kind in ihr sucht händeringend einen Ausdruck.

Therapie – aber die IV braucht 6 Monate

Sandra kommt zur Spielzeit. Aufgrund der schweren Kontaktlosigkeit und der Dissoziation beginnen wir die therapeutische Arbeit mit ihr im Rahmen der «Spielzeit-Methode» mit einer Therapie zu dritt. Dieser spezielle Behandlungsansatz wurde von uns im Laufe der vergangenen 20 Jahre entwickelt und beinhaltet zwei Psychotherapeutinnen.

Ein positiver Entscheid der IV auf den Antrag zur Kostenübernahme lässt 6 Monate auf sich warten – und deckt dann nur eine der beiden Therapeutinnen ab. Die zweite Fachperson wird von unserer Stiftung finanziert.

«Nur dank einer Spende kann Sandra sofort mit der Therapie beginnen – und muss nicht 6 Monate warten.»

Lara Gmür, Ressortleitung Fundraising

Ein Bahnhof, eine Holzkelle – und ein erster Funke

In der ersten Sitzung geschieht etwas Unerwartetes: Sandra greift sich einen Kapitänshut, setzt ihn auf und beginnt alle Anwesenden mit einer Holzkelle in Reih und Glied aufzustellen. Startzeichen. Stoppzeichen. Sie ist der Kapitän. Zum ersten Mal hat sie die Kontrolle – zumindest im Spiel.

Wir verstehen: Das ist kein Zufall. Das ist ein Versuch ihres verletzten Nervensystems, Ordnung zu schaffen. Hier setzen wir an. Wir spielen mit. Wir folgen ihren Regeln. Wir lassen uns anordnen. Und langsam – sehr langsam – entsteht etwas Heilsames und Beziehungsstiftends: Vertrauen.

Die «Spielzeit-Methode»: Wenn Worte fehlen, sprechen Kinder durch das Spiel

Die «Spielzeit-Methode» wurde von Robin Mindell angelehnt an das Konzept des situierten Lernens entwickelt. Sie arbeitet dort, wo Sprache und Einsicht an Grenzen stossen: mit dem Körper, mit Rhythmus, Spiel und Beziehung. Innere Muster werden nicht erklärt, sondern gespielt, bewegt, ritualisiert.

Wir führen einen Wolf-Handpuppe ein – ein Tier, das wütet, beisst, aber auch schützt. Sandra, die bisher nur explodierte oder verschwand, beginnt, der Wut eine Form zu geben: Der Wolf darf böse sein. Der Wolf darf knurren. Und dann – nach Wochen – sagt Sandra zum ersten Mal: «Der Wolf beschützt mich.» Drei Worte, die eine ganz neue Welt eröffnen.

Die Haupttherapeutin initiiert mit der Co-Therapeutin Handlungsabläufe, auf die Sandra mit motorischen und sprachlichen Impulsen zu reagieren beginnt. Auf der Basis angeborener Verhaltensweisen wie Spiegelung und Identifizierung werden Impulse zur Befreiung aus Starre- und Stagnationszuständen gefördert.

Nach zwei Jahren sagt Sandra «Stopp»

Nach einem Jahr Psychotherapie beginnt Sandra, eigenständig Grenzen zu setzen: Sie sagt «Nein» – laut, deutlich, ohne Explosion. Sie wählt selbst Spiele aus. Sie baut im Sand eine Szene, in der ein kleines Mädchen nicht allein ist, sondern von jemandem gehalten wird. Es ist das erste Bild, das Schutz statt Bedrohung darstellt.

Nach zwei Jahren therapeutischer Begleitung ist Sandra in der Lage, in einem betreuten Wohnangebot zu leben, ohne dass es täglich zu Krisen kommt. Sie findet Worte für das, was sich in ihr abspielt. Sie hat gelernt: Meine Gefühle dürfen da sein. Ich bin nicht das, was mir passiert ist. Ich bin wertvoll und gut, so wie ich bin. Gegen Abschluss der Therapie sagt Sandra «Ich bin jetzt sicher, …» und lacht dann fröhlich. Sandras Pflegemutter weint, als sie das hört.

«Helfen Sie Kindern und Jugendlichen wie Sandra mit einer Spende, damit sie wieder «Ja» zum Leben sagen können. Das Spielzeit-Team würde sich sehr über Ihre Unterstützung freuen.»

Lara Gmür, Ressortleitung Fundraising

Friends of Spielzeit

Unser Dank gebührt allen, die uns unterstützen

Wir danken Unternehmen, Stiftungen oder Kirchgemeinden, welche die Spielzeit mit Spenden, vergünstigten Dienstleistungen oder Sachleistungen unterstützen – und dazu beitragen, dass belastete Kinder die Hilfe erhalten, die sie brauchen.

Grosszügige Partner der Spielzeit

Es ist uns eine Freude, Organisationen, die einer Erwähnung zugestimmt haben, hier aufzuführen.