Fallberatung für Schulen
Fallklärung bei festgefahrenen Verläufen
Manche Fälle übersteigen den pädagogischen Rahmen: Behinderung, Neurodiversität und Familienstress überlagern sich – Schulabsentismus, Gewalt, Hilflosigkeit im Team. Engagement allein reicht dann nicht mehr aus.
Die Spielzeit bringt spezialisierte psychologische Expertise direkt ins Schulteam ein. Gemeinsam entwickeln wir ein fundiertes Verständnis dessen, was einen Schüler antreibt, blockiert und im System hält – und arbeiten konkrete Handlungsoptionen heraus. Damit Lehrpersonen wieder handlungsfähig werden können.
Schwerpunkte
In der Fallberatung behandeln wir folgende Themenschwerpunkte:
Neurodiversität & Diagnosen im Schulalltag
- Autismus-Spektrum (AS) – Verhalten verstehen und einordnen
- ADHS – Impulskontrolle, Aufmerksamkeit, Regulationsstrategien
- Kombinierte und seltene Syndrome
- Diagnosen, die nicht ins Bild passen
Herausfordernde Verhaltensweisen
- Meltdowns und Krisen – Prävention und Nachbearbeitung
- Schulabsentismus und Unterrichtsverweigerung
- Rückzug, Erstarrung, selektiver Mutismus
Schulische Integration & Förderung
- Anpassung von Lernzielen und Fördermassnahmen
- Nachteilsausgleich – sinnvoll gestalten statt verwalten
- Einzelförderung und Homeschooling – Restrukturierung pädagogischer Inhalte
- Interdisziplinäre Koordination (Kinderpsychiatrie, Sozialdienst, Therapie)
Lehrperson & Team
- Massnahmen reflektieren, Strategien korrigieren
- Handlungsfähigkeit zurückgewinnen
- Umgang mit Hilflosigkeit und Erschöpfung
Vorgehen
Die Schulberatung folgt einem systematischen Ablauf – für Einzelpersonen und Teams.
Vorbereitung
Die Beratung ist auch ohne Vorab-Unterlagen möglich. Bei Einzelberatungen genügt ein mündlicher Einstieg. Bei Gruppenberatungen empfiehlt sich eine kurze schriftliche Fallzusammenfassung – einige Tage vor dem Termin, gemäss unserem Merkblatt «Anonyme Fallbesprechung Schule».
Beratung
Bis zu 90 Minuten, vor Ort in der Spielzeit oder per Zoom. Wir entwickeln eine psychologische Einschätzung, formulieren Hypothesen und besprechen konkrete nächste Schritte – im Unterricht, im Umgang mit Eltern, in der Zusammenarbeit mit externen Fachstellen.
Nachbereitung
Eine Rückmeldung zur Umsetzung ist willkommen – sie erlaubt bei Bedarf eine Anpassung des Vorgehens. Bei komplexen Situationen sind Folgetermine möglich.
Kosten
- Diagnostik und Einzelsupervisionen werden mit CHF 180 pro Stunde verrechnet.
- Gruppensupervisionen (ab 2 Personen) und Teamsupervisionen (ab 5 Personen) werden mit CHF 250 pro Stunde in Rechnung gestellt.
- (Fachteam-)Beratungen von Sonderschulen und Institutionen für Menschen mit Behinderung werden dank Kostenbeteiligung durch unsere Trägerstiftung MLFI zu angepassten Konditionen offeriert.
Aus der Praxis
Fallbeispiele, die Geschichten erzählen.
14-jährige Schüler mit ungeklärter Diagnose, kontextsensitive Diagnostik, Sekundarstufe
Fallbeurteilung und Erarbeitung einer Reintegration nach Verdacht auf Borderline-Störung und Störung des Sozialverhaltens. Reframing im Rahmen von AuDHS (Autismus und AHDS) und Installation möglicher Nachteilsausgleichsmassnahmen bei spätdiagnostiziertem Autismus-Spektrum.
8-jähriger Schüler mit geistiger Beeinträchtigung und ADHS, Tagesschule
Beratung des Schulteams: 8-jähriger Schüler mit Intelligenzminderung, ADHS und Tonusregulationsstörung – Hypothesenbildung zu Eskalationsdynamiken, Einschätzung der Schulform und psychiatrischer Miteinbezug.
7-jährige Schülerin mit chronischer Erkrankung, Beratung Spitex und Primarschulteam
Erarbeitung möglicher Integrationsmassnahmen und Koordination der täglichen Spitexpflege während der Schulzeit.
Beratung Aufbau Therapiestelle als Teil einer heilpädagogischen Privatschule
Beratung der Leitung einer HPS im Kanton Zürich beim Aufbau einer internen Therapiestelle für herausforderndes Verhalten von Kindern mit Behinderung.
Beratung Nachteilsausgleichmassnahmen bei ADHS und AS, Lehrerkollegium Gesamtgymnasium
Beratung bei der Entwicklung eines Katalogs möglicher Nachteilsausgleichmassnahmen bei ADHS und AS für das Gymnasium.
13-jährige Schülerin mit Autismus-Verdacht und Schulabsentismus, Tagesschule Stadt Zürich, Sekundarstufe
Beratung des Schulteams einer 13-jährige Schülerin mit ASS-Verdacht bei langandauerndem Schulabsentismus – systemischer Realitätscheck, nächste Schritte im Schulrahmen und Umgang mit fehlender Kooperationsbereitschaft.
5-jähriges Kindergartenkind mit AS und fehlgedeutetem «Mutismus», Regelkindergarten
Kontextspezifische Diagnostik (bei Falschdiagnose) & Beratung der Lehrpersonen bei AS-spezifischer Eigenheiten (u.a. expressive Sprachschwierigkeiten und soziale Auffälligkeiten). Erarbeitung möglicher Nachteilsausgleichsmassnahmen im Kindergartenalltag des 5-jährigen Kindes.
15-jährige Schülerin mit AS und ADHS im Homeschooling, Sonderschule für Autismus-Spektrum
Beratung schulischer Heilpädagogen bei 15-jähriger Schülerin mit Ko-Diagnose AS und ADHS im Homeschooling-Setting – Restrukturierung schulischer Inhalte und Anpassung des Lernrahmens.
9-jährige Schülerin mit ungeklärter Diagnose, Primarschule
Wiederkehrende Meltdowns einer 9-jährigen Schülerin im Klassenverband bei ungeklärter Diagnose – Klärung und Aufgleisung Kontextspezifischer Diagnostik sowie Beratung betreffend Deeskalation und Elternkommunikation.
Fallberatung für Institutionen und Wohnheime
Entwicklungsorientierte Psychologische Beratung
In Institutionen und Wohnheimen begleiten Fachteams Menschen mit komplexen Behinderungsbildern, Neurodiversität und psychischen Erkrankungen – oft über Jahre, oft an den Grenzen des Machbaren. In solchen multisystemischen Situationen braucht das agogische Team nicht nur Handlungsoptionen, sondern eine fundierte psychologische Einschätzung – und häufig eine klare Indikationsstellung für den nächsten Schritt.
weiterlesenWir bringen für Menschen mit Behinderung spezialisierte Expertise in Entwicklung, Neurodiversität, Psychopathologie und klinischer Psychologie direkt ins Team ein. Die Beratung umfasst – je nach Bedarf – die psychologische Diagnostik affektiver und psychotischer Störungsbilder, die Indikationsstellung für eine psychiatrische Mitbehandlung, eine medikamentöse Optimierung oder einen stationären Aufenthalt sowie das Verfassen klinischer Überweisungsschreiben an Fachärztinnen und -ärzte.
Beratung von Arbeitsstätten und Lehrbetrieben
Auch Berufsbildnerinnen und Berufsbildner, Vorgesetzte und Teams in Arbeitsstätten oder Lehrwerkstätten stossen bei Mitarbeitenden, die im Autismus-Spektrum und mit PDA-Profil sind, an Grenzen – oft ohne zu verstehen, warum bewährte Führungs- und Feedbackstrategien nicht greifen.
weiterlesenDas PDA-Nervensystem reagiert auf Anforderungen, Erwartungen und Druck mit einem automatischen Schutzmechanismus: Wir beraten Arbeitsstätten und Lehrbetriebe beim Verstehen dieser Dynamiken und bei der Entwicklung einer Low-Demand-Führungspraxis – damit Beschäftigung und Ausbildung gelingen können.
Psychotherapie in der Institution: BVI – Betreuungspersonen-vermittelte Interventionen
Die letzten 30 Jahre haben gezeigt: Klassische Einzelpsychotherapie stösst bei erwachsenen Menschen mit geistiger Behinderung im Wohnheim strukturell und in ihrer Wirkung an ihre Grenzen. Genau hier setzt BVI an: ein in der Schweiz einzigartiges Angebot, das Betreuungspersonen befähigt, klientenbezogene psychologische Interventionen auch ohne PsychotherapeutIn konkret und direkt in der Institution umzusetzen.
weiterlesenBei Menschen mit komplexen Behinderungsbildern, schwerer intellektueller Beeinträchtigung oder tiefgreifenden Entwicklungsstörungen erzielt Einzelpsychotherapie oft nicht die entscheidende Wirkung – wegen eingeschränkter Kommunikationsfähigkeit, fehlender Transferleistung oder institutioneller Rahmenbedingungen.
Der eigentliche Wirkraum ist der Alltag: die Beziehungen, die täglich gelebt werden. Die Spielzeit erarbeitet gemeinsam mit dem Betreuungsteam ein fundiertes Entwicklungs- und Störungsverständnis und konkrete therapeutische Interventionen – die anschliessend von den Betreuungspersonen selbst umgesetzt werden. Niederschwellig, wiederholbar, präzise auf den einzelnen Menschen abgestimmt.
Das Ergebnis: Psychotherapeutisches Wissen und Behandlungs-Knowhow werden direkt in die Institution transferiert. Was an einem Fall erarbeitet wird, stärkt das gesamte Team – und vereinfacht den Umgang mit künftigen Herausforderungen.
Schwerpunkte
In der Fallberatung behandeln wir folgende Themenschwerpunkte:
Klinische Einschätzung & Koordination
- Durchführung kontextspezifischer Diagnostik im institutionellen Rahmen
- Indikationsstellung für psychiatrische Mitbehandlung und Medikation
- Überweisungsschreiben und Koordination mit Fachärzten und Kliniken
Neurodiversität & komplexe Diagnosebilder
- Verhalten verstehen und im Alltag einordnen
- ADHS und AuDHS – Impulskontrolle, Regulationsstrategien, Tagesstruktur
- PDA-Profil – Anforderungsvermeidung erkennen und Low-Demand-Prinzip anwenden
Psychische Störungen
- Depressive Störungen bei Menschen mit Behinderung – Erkennen und einordnen
- Psychotische Symptomatik – Abgrenzung und Indikationsstellung
- Komplexe Traumafolgestörungen (PTBS) im Institutionskontext
Herausfordernde Verhaltensweisen
- Impulsdurchbrüche und Eskalationsdynamiken
- Stereotypien, Zwänge und ausgeprägte Verhaltensroutinen
Alltag & Betreuungsgestaltung
- Milieutherapeutische Anpassungen – Setting, Tagesstruktur, Übergänge
- Betreuungspersonen-vermittelte Interventionen (BVI) statt Einzeltherapie
- Umgang mit eigener Hilflosigkeit und Erschöpfung im Team
Vorgehen
Die institutionelle Fallberatung für Erwachsene folgt einem strukturierten dreistufigen Ablauf.
Vorbereitung
Vor dem Termin übermittelt das Team:
- Fragestellung und vorhandene Berichte (z.B. BEP-KI-Abklärung}
- Tabellarische Erfassung von Vorfällen, Eskalationen und Krisen über mindestens vier Wochen – mit Vorher-Nachher-Abbildung
- Einwilligung des rechtlichen Beistands der betroffenen Person
Beratung vor Ort
Bis zu 120 Minuten, auf Wunsch direkt in der Institution. Auf Basis der Daten entwickeln wir eine psychologische Falleinschätzung: Hypothesen werden benannt, das Verhalten störungsspezifisch eingeordnet, konkrete Handlungsoptionen erarbeitet. Bei Bedarf werden Indikation und nächste Schritte für psychiatrische Mitbehandlung, Medikation oder stationäre Massnahmen besprochen. Das Team protokolliert die vereinbarten Massnahmen.
Nachbereitung
Das Team meldet zurück, was sich verändert hat. Bei Bedarf folgen bis zu zwei Folgetermine. Die Erfahrung zeigt: Betreuungspersonen-vermittelte Interventionen (BVI) reichen in den meisten Fällen aus, um nachhaltige Veränderung anzustossen – ohne klassische Einzelpsychotherapie.
Kosten
- Gruppenberatung (ab 2 Personen) und Teamsupervisionen (ab 5 Personen) werden mit CHF 250 pro Stunde in Rechnung gestellt.
- (Fachteam-)Beratungen von Sonderschulen und Institutionen für Menschen mit Behinderung werden dank Kostenbeteiligung durch unsere Trägerstiftung MLFI zu angepassten Konditionen offeriert.
Aus der Praxis
Fallbeispiele, die Geschichten erzählen.
Wohnheim Kanton Zürich, Fallberatung 50-jährige Frau mit Mehrfachbehinderung
50-jährige Frau mit frühkindlichem Autismus, mittelgradiger Intelligenzminderung und rezidivierender schwerer Depression – psychologische Einschätzung affektiver und psychotischer Symptomatik, Entwicklung Betreuungspersonen-vermittelter Interventionen (BVI), Indikationsstellung für psychiatrische Mitbehandlung und Überweisungsschreiben an Psychiaterin.
Wohngruppe Kanton Zug, Fallberatung 24-jähriger Mann mit AS und geistiger Behinderung
24-jähriger Mann mit frühkindlichem Autismus, PTBS und schwerer depressiver Episode – fachliche Ergänzung zum interdisziplinären Runden Tisch, Klärung der diagnostischen Priorisierung, Einführung der BVI als strukturelle Behandlungsform, Einschätzung stationärer Aufenthalt und BVI für das Betreuungsteam.
Lehrbetrieb Kanton Zürich, 18-jährige Frau mit AS
18-jährige Frau im Autismus-Spektrum und PDA-Profil – Entwicklung eines praxisnahen Leitfadens für Vorgesetzte und Team: Verstehen des PDA-Mechanismus, Dos and Don’ts im Arbeitsalltag, Low-Demand-Führungsprinzip und Umgang mit Krisen.
Wohnheim Kanton Zürich, 19-jährige Frau mit Neurodiversität
19-jährige Frau mit AuDHS, mittelgradiger depressiver Episode, Phobien und Verdacht auf Autismus-Spektrum – Beratung zu Übergängen, Low-Demand-Prinzip, Grenzziehung im Gruppenalltag und Entscheidungsgrundlagen für den Wechsel in ein teilbetreutes Setting.
Wohnheim, Kanton Aargau, Fallberatung 30-jähriger Mann,
30-jähriger Mann mit komplexem Störungsbild – psychologische Einschätzung, Erarbeitung von Interventionsempfehlungen, gewaltfreier Aggressionsintervention (AGGRIP®) für Alltag und Beziehungsgestaltung (nach viermonatiger Eskalationsdokumentation durch das Betreuungsteam).
Beschäftigungsheim, Kanton Zürich, Beratung 24-jähriger Mann,
24-jähriger Mann mit genetischem Syndrom, schwerer Intelligenzminderung, autistischen Zügen und Depression – Einschätzung und Zielsetzung des Behandlungsrahmens (BVI statt Einzelpsychotherapie), Indikationsstellung und Weiterleitung.
Wohnheim, Stadt Zürich, Fallberatung 43-jährige Frau mit Intelligenzminderung,
Aufbau eines strukturierten BVI-Konzepts für eine Klientin mit schwerer Intelligenzminderung, depressiven Kerndynamiken und traumaassoziierten Verhaltensweisen – Erarbeitung von BVI Interaktionsmodellen (PMM, RMM, TRM) für den Schichtbetrieb.
Supervision für PsychologInnen und TherapeutInnen
Was Supervision leistet
Supervision bringt Abstand – und neue Perspektiven.
Supervision für Fachpersonen unterschiedlicher Disziplinen
Wir führen Supervision für Psychologinnen, Psychotherapeutinnen sowie Fachpersonen aus verwandten Disziplinen durch – mit dem inhaltlichen Schwerpunkt auf Menschen mit Neurodiversität, Behinderung, komplexen Entwicklungsverläufen und psychischen Erkrankungen.
Schwerpunkte
In der Supervision sind alle Fragen willkommen.
Klinisch-diagnostische Fallfragen
- Differenzialdiagnostik bei unklaren oder mehrfachen Diagnosen (AS, ADHS, PDA, affektive Störungen)
- Umgang mit Diagnosen, die erst in der Therapie sichtbar werden
- Einschätzung psychiatrischer Komorbidität und Indikation für Mitbehandlung
- Störungsbildspezifische Behandlungsplanung bei Neurodiversität
Therapeutische Haltung und Beziehungsgestaltung
- Gegenübertragung bei herausfordernden oder festgefahrenen Therapieverläufen
- Arbeiten mit Menschen mit eingeschränkter Verbalisierungsfähigkeit
- Umgang mit Elternsystemen und Mehrfachmandaten (Kind, Eltern, Institution, Schule)
- Therapeutische Haltung bei Ablehnung, Therapieverweigerung und PDA-Dynamiken
Rahmen- und Systemfragen
- Koordination mit Schulen, Wohnheimen, Psychiatrie und Behörden
- Umgang mit Gefährdungssituationen und ethischen Dilemmata
Vorgehen
Berücksichtigung individueller Bedürfnisse
- Supervision ist niederschwellig und flexibel – einzeln oder in kleinen Gruppen, regelmässig oder anlassbezogen.
- Sitzungen à 60 oder 90 Minuten, vor Ort in Zürich oder per Zoom. Kein festes Intervall vorgeschrieben – Supervision kann regelmässig (z.B. monatlich) oder bei konkretem Bedarf stattfinden. Ein kurzes Fallreferat vorab (ca. 1 Seite) ermöglicht einen effizienten Einstieg, ist aber nicht zwingend.
Kosten
- Diagnostik und Einzelsupervisionen werden mit CHF 180 pro Stunde verrechnet.
- Gruppensupervisionen (ab 2 Personen) und Teamsupervisionen (ab 5 Personen) werden mit CHF 250 pro Stunde in Rechnung gestellt.
- Externe Vorträge/Referate/Fortbildungen verrechnen wir mit CHF 180 pro Stunde (exklusive Vorbereitungspauschalen).
Kostenbeteiligung durch unsere Trägerstiftung MLFI
Auf Antrag werden dank der Kostenbeteiligung durch unsere Trägerstiftung MLFI für (Fachteam-) Beratungen von Sonderschulen und Institutionen für Menschen mit Behinderung angepasste Konditionen geprüft.
Aus der Praxis
Fallbeispiele, die Geschichten erzählen.
Psychotherapeutin: 8-jähriger Junge mit chronischer Erkrankung und ASS/PDA-Profil
Festgefahrene Therapie durch zunehmende Anforderungsvermeidung; Neuausrichtung des Behandlungsrahmens auf Low-Demand-Prinzip und Einbezug der Eltern als Co-Therapeuten.
Psychotherapeutin: 15-jähriger Jugendlicher im Autismus-Spektrum und Schulabsentismus
Differenzialdiagnostik, Indikationsstellung für psychiatrische Mitbehandlung
Psychologe, Wohnheim für geistige Behinderung: Diverse Fälle
Kontrolle und Supervision bei diversen, störungsspezifischen Fragen.
Maltherapeutin: Kinder mit Behinderung
Einordnung körper- und symbolsprachlicher Ausdrucksformen im Kontext von geistiger Behinderung und ADHS; Entwicklung eines störungsbildangepassten Rahmens für die non-verbale Therapiearbeit.
Psychotherapeutin: Langjährige Klientin mit Intelligenzminderung und schwerer Depression
Klärung der Gegenübertragungsdynamik («Hilflosigkeit als Spiegel»), Neustrukturierung der therapeutischen Ziele und Koordination mit dem Wohnheimsystem.
Psychotherapeut: 30-jähriger Patient mit ADHS, Persönlichkeitsstörung und Substanzproblematik
Umgang mit wiederkehrenden Therapieabbrüchen und Rahmenbrüchen; Entwicklung einer störungsbildangepassten Behandlungsstrategie bei leichter geistiger Behinderung.
Osteopathin: Kindern im Autismus-Spektrum
Einschätzung interozeptiver Besonderheiten und PDA-typischer Abwehrmuster in der körpertherapeutischen Arbeit.
Referate und Fortbildung
Wissen, das wirkt
Robin Mindell referiert und unterrichtet seit 25 Jahren – an Spitälern, Schulen, Gymnasien, Wohnheimen und Institutionen in der Schweiz und im Ausland. Was in Vorträgen und Seminaren vermittelt wird, ist kein Lehrbuch-Wissen. Es ist das Destillat aus über 40 Jahren Spielzeit Praxis, Forschung und klinischer Erfahrung mit Menschen und Familien in aussergewöhnlichen Lebenslagen.
Fortbildungen für Fachpersonen
Unsere Fortbildungen richten sich an Fachpersonen, die täglich mit Neurodiversität, Behinderung, Krankheit oder Verhaltensauffälligkeiten arbeiten: Pflegefachleute, Pädagoginnen, Ärzte, Therapeutinnen, Betreuende in Wohnheimen, Lehrpersonen und Schulteams. Wir kommen auf Einladung – oder Sie kommen zu uns.
weiterlesenOb themenspezifisches Referat, halbtägiges Seminar oder mehrteilige Fortbildungsreihe: Unsere Fortbildungen sind praxisnah und auf Ihre Institution zugeschnitten. Sie können als Inhouse-Angebot gebucht oder öffentlich ausgeschrieben werden.
Schwerpunkte
Im Mittelpunkt stehen folgende Themenschwerpunkte:
Spielzeit-Methode
Kinderpsychotherapie für junge Menschen mit besonderen Bedürfnissen und körperlicher und geistiger Behinderung: Grundlagen, Wirkungsweise und Einsatz in der Praxis.
Autismus-Spektrum (AS)
Was ist AS und wie wird es erfasst? Doppeltes Empathie-Problem, Predictive Coding, kontextualisiertes Lehren und Begleiten, Umgang mit autistischen Eltern, schulische und institutionelle Massnahmen, Neurodiversität und Essen.
AuDHS /AD(H)S
Verstehen, einordnen und begleiten – jenseits von Defizitdenken. Für Schulen, Therapeutinnen und Eltern.
Aggression und Deeskalation – AGGRIP®
Personenzentriertes, gewaltfreies Programm für Institutionen mit Menschen mit geistiger Behinderung
Psychosomatik und Behinderung / Krankheit
Psychosomatik im Kontext von Behinderung und Krankheit: Wie seelische und körperliche Prozesse in der Entwicklung betroffener Kinder ineinander greifen.
Vorgehen
Gerne gehen wir auf die individuellen Bedürfnisse und Anliegen ein.
Erstkontakt und Bedarfsklärung
Sie melden sich mit einem Thema oder einer Fragestellung. In einem kurzen Gespräch – persönlich oder telefonisch – klären wir gemeinsam, welches die Zielgruppe ist und was am Ende der Fortbildung anders sein soll.
Angebotserstellung
Auf dieser Grundlage erstellen wir ein massgeschneidertes Angebot: Inhalte, Format, Dauer und Kosten. Das Angebot ist verbindlich und ohne Überraschungen.
Vorbereitung
Vor der Durchführung stimmen wir uns inhaltlich ab. Bei Bedarf besuchen wir Ihre Institution im Vorfeld oder bereiten Handouts und Unterlagen spezifisch auf Ihren Kontext vor.
Durchführung
Robin Mindell führt die Fortbildung direkt bei Ihnen vor Ort durch – oder in unseren Räumlichkeiten in Zürich. Unsere Fortbildungen sind interaktiv, konkret und direkt auf den Berufsalltag ausgerichtet.
Kosten
Die Kosten für Referate und Fortbildungen werden nach Inhalt, Format, Dauer und Rahmenbedingungen gemäss Ihren Bedürfnissen und Anliegen berechnet und individuell abgesprochen (siehe Vorgehen/Angebotserstellung).
Referenzen
Auswahl an Referenzen.
Ambulante Psychotherapie mit Menschen mit geistiger Behinderung nach Gewalt: Die Spielzeit-Methode
Gastvortrag über die Spielzeit-Methode als ambulanter Behandlungsansatz für Menschen mit geistiger Behinderung nach Gewalterfahrungen. Interdisziplinäres Fachpublikum der Kinderschutzgruppen der Schweizer Kinderspitäler.
Auftraggeberin: Konferenz der Kinderschutzgruppen der Schweizer Kinderspitäler
Psychologische Aspekte der Familie mit Behinderung: Beziehungsdynamik und Belastungen
Gastvorlesung für angehende Psychologinnen und Psychologen zu Beziehungsdynamik, emotionalen Belastungen und psychologischen Besonderheiten in Familien mit einem behinderten Kind.
Auftraggeberin: ZHAW – Departement Angewandte Psychologie, Zürich
Autismus-Spektrum in der Institution für Erwachsene
Massnahmen zum Schutz vor Überlastung Workshop zum Verständnis von AS und praxisnahen Massnahmen zum Schutz vor sensorischer Überlastung und Autistic Burnout im Erwachsenenbereich.
Auftraggeberin: Stiftung Mainaustrasse, Zürich
Autismus-Spektrum im Gymnasium
Workshop im Rahmen der Lehrpersonen-Fortbildung. Erkennung, Verständnis und schulischer Umgang mit Schülerinnen und Schülern im Autismus-Spektrum auf gymnasialer Stufe.
Auftraggeber: Kantonsschule Zimmerberg, Wädenswil
Autismus-Spektrum: Neurodiverse Herausforderungen für Fachleute
Gastvortrag am nationalen Pädiatrie Jahreskongress. Doppeltes Empathie-Problem, Predictive Coding, diagnostische Konsequenzen der hohen Erblichkeitsrate, kontextualisiertes Beraten und Lehren im AS.
Auftraggeberin: Universitäts-Kinderspital Zürich – Abteilung Entwicklungspädiatrie.
AGGRIP®: Lerninhalte zur Gestaltung von gewaltfreier Intervention
Gastvortrag im Rahmen einer internen Fortbildung. Präventionsplanung, Tabuisierung von Aggression, typische Ursachen und Risikofaktoren für die Entstehung von Aggression in institutionellen Settings.
Auftraggeberin: Stiftung Bühl, Wädenswil
Der Einfluss der Behinderung des Kindes auf die Dynamik der Familie
Gastvortrag für den kantonalen Schulpsychologischen Dienst Bern. Familiale Belastungen, Beziehungsdynamiken und systemische Auswirkungen einer Behinderung auf alle Familienmitglieder.
Auftraggeberin: Bildungs- und Kulturdirektion Kanton Bern – Konferenz der Schulpsychologinnen und Schulpsychologen, Erziehungsberatung
Die Aufgaben der Psychotherapie in der Arbeit mit Kindern mit ADHS
Gastvortrag für Fachpersonen und Betroffene. Psychotherapeutische Möglichkeiten und Grenzen bei ADHS, Ressourcenorientierung, Beziehungsgestaltung und Elternarbeit.
Auftraggeberin: Verein ELPOS Schweiz, Zürich
Psychotherapie für das Kind mit Behinderung: Bringt’s das?
Die Spielzeit-Methode als entwicklungsbezogene therapeutische Interaktion. Workshop für KJP-Fachteam. Wirksamkeit und Vorgehen der Spielzeit-Methode, intraindividuelle Entwicklungsnorm, Dekodierung herausfordernden Verhaltens bei Kindern mit Behinderung.
Auftraggeberin: Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) Graubünden, Chur
Veranstaltungen
Öffentliche und geschlossene Fachveranstaltungen und Fortbildungen
Unsere Angebote im Bereich Kinderpsychologie und Psychopathologie des Kindes- und Jugendalters.
2026
7. September 2026
09 - 10 UhrSpielzeit
Spyristrasse 7
8044 Zürich
Wie Kinder ihre innere Welt verstehen lernen
28. September 2026
09 - 10 UhrSpielzeit
Spyristrasse 7
8044 Zürich
Wie Kinder und Jugendliche auf medizinische Eingriffe vorbereitet werden können
26. Oktober 2026
09 - 10 UhrSpielzeit
Spyristrasse 7
8044 Zürich
Verarbeitung von Verlust und Trauer in der Kindheit
AGGRIP® – Aggressions-Interventions-Programm
Gewaltfreies, personenzentriertes Aggressions-Interventionsprogramm
AGGRIP® ist ein gewaltfreies, personenzentriertes Aggressions-Interventionsprogramm für Menschen mit geistiger Behinderung im Wohnheim und ihrem Umfeld. Es wurde 2007 in der Spielzeit in Kooperation mit Fachleuten aus Israel und für den Einsatz im Kontext des israelischen Sozialministeriums entwickelt, um Situationen in Institutionen deeskalierend zu begleiten.
AGGRIP® verbindet Präventionswissen, Haltungsarbeit und konkrete Handlungsmöglichkeiten für den professionellen Alltag.
Fortbildung für Institutionen sowie für pädagogische oder sozialpädagogische Teams
Grundlagen zur Aggressionsprävention sowie zur Anwendung von gewaltfreien Massnahmen aus AGGRIP® vermitteln wir als einzelne Fortbildung für Ihre Institution oder nach Vereinbarung für gewaltbetroffene pädagogische oder sozialpädagogische Teams.
Referenzen
Auswahl an Referenzen.
Workshop AGGRIP®, Wädenswil
Lerninhalte zur Gestaltung von gewaltfreier Intervention. Präventionsplanung, Tabuisierung, typische Ursachen und Risikofaktoren für die Entstehung von Aggression. Auftraggeberin Stiftung Bühl, Wädenswil.
Referat AGGRIP®, Bern
Gewaltfreie Aggressionsintervention für Menschen mit Behinderung. Gastvortrag am Jahreskongress des Schweizerischen Zentrums für Heilpädagogik SZH, Bern.
Mehrtätiges Trainingsseminar AGGRIP®, Israel
Aggressionsinterventionsprogramm. Gewaltlose Intervention und Prävention für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung. Zweiwöchiges Israelweites Trainingsseminar in Institutionen betreffend die Umsetzung des «AGGRIP® – Intervention Program» für das «Ministry of Social Welfare», Israel.
Forschung
Wissen, das wächst
Was Robin Mindell und das Spielzeit-Team heute in der Therapie anwenden, stammt nicht aus dem Lehrbuch. Es ist das Ergebnis von über 40 Jahren systematischer Verlaufsforschung – durch Stiftungen finanziert, durch Forschungspartner in der Schweiz und im Ausland begleitet, in Fachpublikationen und internationalen Vorträgen dokumentiert.
Systematische Auswertung
Seit 1984 werden Therapieverläufe protokolliert, ausgewertet und in Beziehung gesetzt: Was verändert sich? Wie? Und warum? Diese Fragen stehen am Anfang jedes Forschungsprojektes der Spielzeit. Die Antworten fliessen direkt in die Therapie und Beratung zurück – und prägen das, was heute als Spielzeit-Methode bekannt ist.
Induktive Forschung
Die Spielzeit-Forschung ist induktiv: Sie beginnt beim Menschen, nicht bei der Theorie. Aus Tausenden dokumentierten Therapiestunden entsteht Wissen, das anderswo so nicht gewonnen werden kann.
Referenzen
Unsere Projekte wurden durch namhafte Schweizer Stiftungen, staatliche Institutionen und internationale Partner ermöglicht.
1982–1994
Psychoonkologisches Forschungsprojekt (PRP), Spieltherapie für krebskranke Kinder
Inhalt
Unter der Leitung von Nora Mindell, Systematische Begleitung und Dokumentation von Spieltherapieverläufen schwer erkrankter Kinder und Jugendlicher am Kinderspital Zürich. Erstmals in der Schweiz wurden psychische Belastungen krebskranker Kinder in einem ambulanten Forschungsrahmen erfasst, ausgewertet und therapeutisch beantwortet. Entwicklung eigener Methoden zur Sitzungsdokumentation (Session Summaries) und Symbolauswertung.
Ergebnis
Publikation der Forschungsergebnisse in der amerikanischen Fachzeitschrift «The Arts in Psychotherapy». Grundlage der späteren Spielzeit-Methode. Drei produzierte Videofilme für krebskranke Kinder und Jugendliche, verbreitet durch die Schweizerische Krebsliga an Spitäler und Familien in der ganzen Schweiz.
Förderer
• Krebsforschung Schweiz (Hauptförderin, Auswertungsphase)
• Schweizerische Krebsliga (Videoproduktion und Verbreitung)
• Kooperationspartnerin: Saint Mary’s University of Minnesota, USA
2002–2009
«Entfaltung dynamischer Ganzheit in der Entwicklung mehrfachbehinderter Kinder». Psychotherapie für Kinder mit körperlicher und geistiger Behinderung
Inhalt
Unter der Leitung von Robin Mindell, Verlaufsforschung zur psychotherapeutischen Behandlung mehrfach behinderter Kinder und Jugendlicher. Forschungsfrage: Wie entwickeln sich körperlich und geistig beeinträchtigte Kinder in einer spieltherapeutisch orientierten Psychotherapie? Auswertung von Therapieverläufen über mehrere Jahre; Entwicklung spezialisierter Interventionsformen und der intraindividuellen Entwicklungsnorm.
Ergebnis
Publikation: «Psychotherapie körperbehinderter Kinder und Jugendlicher», Fachzeitschrift Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie (Göttingen, 2009). Methodische Grundlage der heutigen Spielzeit-Methode für Kinder mit Behinderung.
Förderer
• Schweizerische Stiftung für das cerebral gelähmte Kind (Stiftung Cerebral), Zürich (Hauptförderin, Forschungskonzept und Verlaufsforschung)
• Hamasil Stiftung (Vertiefung und Publikation)
• Stefanie und Wolfgang Baumann-Stiftung (Mitfinanzierung Publikation)
• Adolf Streuli-Stiftung (Mitfinanzierung Publikation)
2007–2010
AGGRIP® – Aggression Intervention Program. Personenzentriertes Anti-Gewalt-Modell für Institutionen mit Menschen mit geistiger Behinderung
Inhalt
Unter der Leitung von Robin Mindell, Entwicklung eines klientenzentrierten, gewaltfreien Interventionsmodells für den Umgang mit Aggression in Wohnheimen und Institutionen für Menschen mit geistiger Behinderung. Entstanden im Auftrag des israelischen Sozialministeriums (Division of Services for Persons with Developmental Disabilities). Inklusive Manual (englisch und hebräisch), Aggressions-Messinstrument AGIM und Gefährdungseinschätzungsskala CEAS. Pilotierung in der Schweiz und Israel.
Ergebnis
Vollständiges Programm-Manual (EN/HE), lizenziert vom israelischen Sozialministerium zur Verbreitung an alle staatlichen Gesundheits- und Sozialinstitutionen Israels. AGGRIP® ist als Schweizer Marke eingetragen. Schulung von Institutionen in der Schweiz, Deutschland und Israel.
Förderer
• Auftraggeber: Israelisches Sozialministerium – Division of Services for Persons with Developmental Disabilities, Jerusalem.
• Wilma und Walter Salvisberg-Wessely-Stiftung, Bern (Hauptförderin)
• Schweizerischer Israelitischer Gemeindebund (SIG), Zürich
• Verein Schweizerischer Jüdischer Fürsorge (VSJF), Zürich
• Bank Dreyfus Söhne & Cie., Basel
2012–2015
«Die Spielzeit-Methode: Neue Wege in der Psychotherapie», theoretische Fundierung, internationales Exposure
Inhalt
Unter der Leitung von Robin Mindell, Dreiphasiges Forschungs- und Publikationsprojekt zur theoretischen Grundlegung der Spielzeit-Methode auf Basis von über 30 Jahren dokumentierter Therapiearbeit. Entwicklung des triadischen Modells (Kind – Therapeut – System), der Reverse- und Triadischen Modelling-Ansätze. Internationales Exposure und Vorbereitung mit Buchpublikation. Parallel: Weiterentwicklung der «Therapie zu Dritt» als eigenständige therapeutische Form.
Ergebnis
Buch: «Es ist normal, anders zu sein — Wie schwer belastete Kinder während ihrer Spielzeit die Psychotherapie verändert haben» (Spielzeit, Zürich, 2014). ISBN 978-3-033-04551-4. Zum 30-jährigen Jubiläum der Spielzeit Psychotherapie.
Förderer
• Stiftung (anonym, auf eigenen Wunsch nicht namentlich genannt) (Hauptförderin, alle drei Projektphasen)
• MBF Foundation (Druck und Produktion des Jubiläumsbuchs)
• Kohler-Friedrich Stiftung für Kinder und Jugendliche (Mitfinanzierung Buchproduktion)
Spielzeit-Methode
Jedes Kind ist eine Heldin oder ein Held
Die Spielzeit-Methode ist eine Haltung – und ein präzises Entwicklungsmodell, das über 40 Jahre lang in der Praxis entstanden ist.
weiterlesenIhr Ausgangspunkt ist radikal einfach: Jedes Kind – ob krank, behindert, traumatisiert oder anders – trägt ein individuelles Potenzial in sich. Die Aufgabe der Therapie ist es, dieses Potenzial nicht zu korrigieren, sondern in Bewegung zu bringen. Nicht das Defizit steht im Mittelpunkt, sondern die Fähigkeit zur Verwandlung. Krankheit, Behinderung und Trauma sind dabei keine Hindernisse auf dem Entwicklungsweg – sie sind der Entwicklungsweg. In der Spielzeit-Methode wird jede Herausforderung als Heldenreise verstanden: Das Kind tritt ihr nicht aus einer Position der Schwäche entgegen, sondern aus einer, die wir gemeinsam stark machen.
Entwickelt durch das Spielzeit-Team unter der Leitung von Robin Mindell. Erprobt in tausenden von Therapiestunden. Erforscht und publiziert.
Was die Spielzeit-Methode auszeichnet
Die Spielzeit-Methode zeichnet sich durch vier Aspekte aus:
Intraindividuelles Entwicklungsmodell
Die Spielzeit-Methode misst Entwicklung nicht am Durchschnitt – sondern an der einmaligen Entwicklungslinie jedes Kindes. Was für andere «zu wenig» ist, kann für dieses Kind ein Durchbruch sein. Diesen Perspektivenwechsel nennen wir Paradigmenwechsel: vom Normvergleich zur Individualität.
Systematische Spieltherapie – ERC
Das methodische Vorgehen ist induktiv und folgt empirisch-regulativen Zyklen (ERC): Beobachten, Hypothese bilden, intervenieren, reflektieren, anpassen. Keine Sitzung gleicht der anderen. Was gleich bleibt, ist die Genauigkeit der Wahrnehmung und dass die Methode auch für Kinder mit geistiger Behinderung greift.
Spezielle Interaktionsmodelle, Therapie zu Dritt
Für Kinder, die über Sprache allein nicht erreichbar sind, hat die Spielzeit-Methode eigene Interaktionsformen entwickelt: Reverse Modelling (der Therapeut folgt dem Kind, nicht umgekehrt) und Triadisches Modelling (Kind, Therapeut und ein drittes Element – zweite Therapeutin, Figur, Objekt,– bilden gemeinsam eine therapeutische Triade). Diese Modelle ermöglichen Therapie auch dort, wo klassische Verfahren kaum anwendbar sind.
Entwicklungsorientiertes Veränderungsverständnis
Die Spielzeit-Methode zielt nicht auf Anpassung, sondern auf Transformation in der Entwicklung. Sie ist der Moment, in dem die Heldin oder der Held den Drachen bezwingt: Nicht indem sie ihn bekämpft, sondern indem sie eine andere Person geworden ist. Sie zeigt sich in neuen Verhaltensweisen, unerwarteter Lebensfreude, erstmaliger Kommunikation.
Das Buch zur Methode
Publikationsbereit 2027
Die vollständige theoretische und klinische Darstellung der Spielzeit-Methode entsteht derzeit als Buchpublikation. Sie fasst unsere Therapiepraxis, Forschungsergebnisse und methodische Reflexion zusammen und richtet sich an Fachpersonen, die tiefer in das Denken hinter der Methode einsteigen möchten.
Interessiert? Mit unserem Kontaktformular können Sie Ihr Buch bereits jetzt reservieren.
